Am 5. Juni ist Weltumwelttag, in Deutschland oft einfach „Tag der Umwelt“ genannt. Der nächste Termin ist am Samstag, 5. Juni 2027; wie lange es noch dauert, zeigt dir der Live-Countdown oben. Der Aktionstag wird vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) getragen und gilt als einer der weltweit bekanntesten Tage für Umweltschutz.
Warum gerade der 5. Juni?
Am 5. Juni 1972 begann in Stockholm die erste große UN-Konferenz über die Umwelt des Menschen. Sie gilt als Startpunkt der internationalen Umweltpolitik; aus ihr ging auch UNEP hervor. Die UN-Generalversammlung legte daraufhin fest, den Eröffnungstag der Konferenz jedes Jahr als Weltumwelttag zu begehen. Erstmals gefeiert wurde er 1974. Das Datum ist fest, es gibt also keine Berechnungsregel – nur der Wochentag ändert sich von Jahr zu Jahr.
Gastgeberland und Motto wechseln jedes Jahr
Typisch für den Weltumwelttag ist, dass jedes Jahr ein anderes Land die zentralen Veranstaltungen ausrichtet und UNEP ein Schwerpunktthema ausruft. In den vergangenen Jahren ging es etwa um Plastikverschmutzung, die Wiederherstellung von Ökosystemen, Luftverschmutzung oder Wüstenbildung und Dürre. Das aktuelle Motto und das Gastgeberland veröffentlicht UNEP einige Monate vorher; daran orientieren sich auch viele Aktionen in Deutschland.
So wird der Tag in Deutschland begangen
Ein gesetzlicher Feiertag ist der Weltumwelttag nicht – Schule und Arbeit laufen ganz normal. Trotzdem ist rund um den 5. Juni viel los: Umweltverbände, Kommunen und Naturschutzzentren laden zu Exkursionen, Müllsammelaktionen und Infoständen ein, Schulen widmen dem Thema Projekttage, und viele Unternehmen nutzen den Tag für interne Nachhaltigkeitsaktionen. Weil der Termin im Frühsommer liegt, bieten sich Aktivitäten draußen besonders an.
Auch Bundes- und Landesministerien sowie Umweltbehörden greifen den Tag regelmäßig auf, etwa mit Pressemitteilungen zum aktuellen UNEP-Thema oder mit Hinweisen auf Förderprogramme. Für Lehrkräfte lohnt sich ein Blick auf die Bildungsangebote der Umweltverbände: Dort gibt es oft fertige Materialien, die sich direkt im Unterricht einsetzen lassen, vom Arbeitsblatt bis zur Exkursionsidee.
Ideen für deinen eigenen Beitrag
- Organisiere mit Nachbarn oder Kollegen eine Müllsammelaktion im Park oder am Flussufer – viele Städte stellen Greifzangen und Säcke kostenlos bereit.
- Nimm dir für eine Woche vor, Wege unter fünf Kilometern mit dem Rad oder zu Fuß zu erledigen.
- Prüfe deinen Stromtarif und deine Geräte im Stand-by-Modus – kleine Änderungen summieren sich über das Jahr.
- Säe auf dem Balkon oder im Garten heimische Wildblumen für Insekten aus.
- Repariere statt neu zu kaufen: Repair-Cafés gibt es inzwischen in vielen deutschen Städten.
- Informiere dich über das aktuelle UNEP-Motto und setze bewusst eine passende Gewohnheit um.
Planst du eine Aktion in Schule, Verein oder Firma, kannst du den Countdown als Widget auf eurer Website einbinden oder im Vollbildmodus auf einem Bildschirm zeigen.
Wichtig ist weniger die große Geste als das Dranbleiben: Eine einzige Gewohnheit, die du über den 5. Juni hinaus beibehältst, bringt mehr als viele gute Vorsätze, die nach einer Woche vergessen sind. Viele nehmen den Weltumwelttag deshalb als jährlichen Anlass, Bilanz zu ziehen – was hat im letzten Jahr funktioniert, was nicht?
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