Der Welttierschutztag ist jedes Jahr am 4. Oktober – der nächste ist am Montag, 4. Oktober 2027. Tierheime, Tierschutzvereine und Kirchengemeinden nutzen den Tag, um auf das Wohl von Haus-, Nutz- und Wildtieren aufmerksam zu machen. Der Countdown oben zeigt dir, wie viel Zeit noch bleibt.
Eine Idee aus Berlin
Was viele nicht wissen: Der Welttierschutztag hat deutsche Wurzeln. Der Schriftsteller und Tierschützer Heinrich Zimmermann regte ihn in den 1920er-Jahren an, die erste Veranstaltung fand 1925 im Berliner Sportpalast statt. Auf dem Internationalen Tierschutzkongress in Florenz wurde 1931 beschlossen, den 4. Oktober als internationalen Welttierschutztag zu begehen. Seitdem ist das Datum fest.
In Deutschland hatte der Tierschutzgedanke zu dieser Zeit bereits eine längere Tradition: Tierschutzvereine entstanden im 19. Jahrhundert in vielen Städten. Heute ist der Tierschutz sogar im Grundgesetz verankert – seit 2002 nennt Artikel 20a ausdrücklich den Schutz der Tiere als Staatsziel. Das Tierschutzgesetz regelt im Detail, wie Tiere gehalten, transportiert und behandelt werden dürfen.
Warum der 4. Oktober?
Der Termin ist der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi. Der Ordensgründer starb am Abend des 3. Oktober 1226; nach damaliger Zählung begann der neue Tag mit dem Sonnenuntergang, deshalb gilt der 4. Oktober als sein Todestag. Franziskus wird bis heute mit seiner Liebe zur Schöpfung verbunden – Legenden erzählen etwa von seiner Predigt an die Vögel. Er gilt als Schutzpatron der Tiere.
So wird der Tag in Deutschland begangen
- Tierheime öffnen ihre Türen, informieren über Vermittlung und Patenschaften und sammeln Futterspenden.
- Kirchengemeinden laden rund um den 4. Oktober vielerorts zu Tiersegnungen ein, zu denen Hunde, Katzen oder Pferde mitgebracht werden dürfen.
- Tierschutzorganisationen nutzen den Tag für Kampagnen, etwa zu Haltungsbedingungen in der Landwirtschaft oder zum illegalen Welpenhandel.
- Schulen und Kitas beschäftigen sich mit artgerechter Haltung und heimischen Wildtieren.
Ein gesetzlicher Feiertag ist der Welttierschutztag nicht. Fällt er auf ein Wochenende, finden die Aktionen der Tierheime oft genau dann statt.
Viele Tierheime nutzen den Anlass außerdem, um besonders schwer vermittelbare Tiere vorzustellen – ältere Hunde, scheue Katzen oder Tiere mit besonderen Bedürfnissen, die sonst oft übersehen werden.
Wie du konkret helfen kannst
- Frag im örtlichen Tierheim nach, was gerade gebraucht wird – oft sind es Decken, Katzenstreu oder bestimmtes Futter statt Geld.
- Werde Gassigeher oder Katzenstreichler: Viele Tierheime suchen Ehrenamtliche.
- Übernimm eine Tierpatenschaft, wenn ein eigenes Haustier nicht in dein Leben passt.
- Lass dein Haustier kennzeichnen und registrieren, damit es im Verlustfall schnell zurückfindet.
- Mach Garten oder Balkon tierfreundlich, etwa mit einer Wasserschale für Vögel und Insekten oder einem Laubhaufen für Igel.
- Überlege vor der Anschaffung eines Tieres gut: „Adoptieren statt kaufen“ ist das Motto vieler Tierschutzvereine.
Plant dein Verein einen Aktionstag, kannst du den Countdown als Widget auf eurer Website einbinden oder den Link in sozialen Netzwerken teilen.
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