Der Tag des Programmierers fällt auf den 256. Tag des Jahres. In normalen Jahren ist das der 13. September, in Schaltjahren wegen des 29. Februars schon der 12. September. Der nächste ist am Montag, 13. September 2027. Ein Datum, das nicht im Kalender fest verankert ist, sondern sich aus einer Rechnung ergibt, passt perfekt zu einem Berufsstand, der genau so denkt.
Warum ausgerechnet der 256. Tag?
Die Zahl 256 ist 2 hoch 8. Genau so viele verschiedene Werte lassen sich mit einem Byte aus acht Bit darstellen, nämlich 0 bis 255. Außerdem ist 256 die höchste Zweierpotenz, die noch in die Tage eines Jahres passt. In Hexadezimalschreibweise lautet die Zahl übrigens 0x100, auch das ist für Entwickler eine schöne runde Sache. Wer mag, nennt den Tag deshalb manchmal auch Tag 0x100.
Wie du das Datum selbst berechnest
- Zähle die Tage von Januar bis August zusammen: 31 + 28 + 31 + 30 + 31 + 30 + 31 + 31 ergibt 243.
- Bis zum 256. Tag fehlen noch 13 Tage, also landest du beim 13. September.
- Im Schaltjahr hat der Februar 29 Tage. Die Summe steigt auf 244, und der 256. Tag ist der 12. September.
Ursprung in Russland
Die Idee wird zwei Mitarbeitern eines Moskauer IT-Unternehmens zugeschrieben, die Anfang der 2000er-Jahre Unterschriften für einen offiziellen Berufstag sammelten. 2009 unterzeichnete der damalige russische Präsident Dmitri Medwedew einen Erlass, seitdem ist der Tag des Programmierers in Russland ein offiziell anerkannter Berufstag, allerdings kein arbeitsfreier. In Deutschland gibt es keine offizielle Anerkennung, gefeiert wird trotzdem in vielen Entwicklerteams, Communitys und Hochschulen.
Rund um den Tag haben sich in der Szene eigene kleine Traditionen entwickelt: Witze über Off-by-one-Fehler, Diskussionen darüber, ob man bei 0 oder bei 1 zu zählen beginnt, und natürlich die Frage, ob der Tag in Schaltjahren nicht eigentlich ein Bug im Kalender ist.
Ideen für den Entwicklertag
- Danke sagen: Ein Kuchen im Teamraum oder eine kurze Nachricht an die Kolleginnen und Kollegen, die das Projekt am Laufen halten, kostet wenig.
- Technische Schulden abbauen: Nimm dir eine Stunde für das Aufräumen von altem Code, fehlende Tests oder Dokumentation.
- Open Source unterstützen: Melde einen Fehler sauber, verbessere eine Doku-Seite oder reiche einen kleinen Pull Request bei einer Bibliothek ein, die du täglich nutzt.
- Neue Sprache ausprobieren: Schreib ein kleines Programm in einer Sprache, die du noch nicht kennst, etwa ein Skript, das den 256. Tag für jedes Jahr ausgibt.
- Nachwuchs begeistern: Zeige Kindern spielerisch, wie Programmieren funktioniert, zum Beispiel mit visuellen Bausteinen statt Textcode.
Für Teams lohnt sich ein gemeinsamer Countdown auf dem Bürobildschirm. Auf dieser Seite läuft er live, im Vollbildmodus und auf Wunsch als einbettbares Widget, etwa für das Intranet.
Weitere Tage für Technikfans
Mathematikbegeisterte feiern am 14. März den Pi-Tag. Am zweiten Dienstag im Oktober erinnert der Ada Lovelace Day an Frauen in Wissenschaft und Technik und an die Mathematikerin, die oft als erste Programmiererin bezeichnet wird. Und am 17. Juli folgt der Welt-Emoji-Tag für alle, die lieber in Bildern kommunizieren.