Bis zum 1. April sind es noch 155 Tage – der nächste Aprilscherz-Tag ist am Donnerstag, 1. April 2027. Dann heißt es wieder aufpassen, denn Kollegen, Kinder und sogar Zeitungen versuchen, dich „in den April zu schicken“. Der Countdown oben verrät dir, wie viel Zeit du zum Vorbereiten hast.
Woher kommt der Aprilscherz?
Eine eindeutige Erklärung gibt es nicht, wohl aber mehrere Theorien. Besonders oft genannt wird die französische Kalenderreform: König Karl IX. legte 1564 den Jahresbeginn auf den 1. Januar fest. Wer weiter im Frühjahr Neujahr feierte, soll verspottet worden sein. Belegt ist diese Herleitung allerdings nicht. Andere Deutungen verweisen auf das launische Aprilwetter oder auf alte Volksbräuche zum Frühlingsanfang.
Für den deutschsprachigen Raum gilt eine Erwähnung aus Bayern aus dem Jahr 1618 als einer der frühesten Belege für die Redewendung „in den April schicken“. Der Brauch ist also seit Jahrhunderten bekannt.
Auch der Ausruf „April, April!“, mit dem der Scherz aufgelöst wird, gehört fest dazu. Wer hereingefallen ist, wird im Volksmund manchmal „Aprilnarr“ genannt. In manchen Familien ist es Tradition, dass Kinder ihre Eltern hereinlegen dürfen, ohne dass es Ärger gibt – ein kleines Stück erlaubter Rollentausch.
Andere Länder, andere Scherze
- Frankreich und Belgien: Beim „Poisson d’avril“ wird Ahnungslosen ein Papierfisch auf den Rücken geklebt.
- Großbritannien: Traditionell gelten Streiche nur bis mittags – wer danach noch scherzt, ist selbst der Narr.
- Schottland: Früher wurde der Tag als „Hunt-the-Gowk Day“ mit sinnlosen Botengängen begangen.
- USA: Der April Fools’ Day wird ähnlich wie bei uns gefeiert, Marken und Medien beteiligen sich gerne.
Legendäre Aprilscherze
Einer der bekanntesten Medienscherze stammt von der BBC: 1957 zeigte die Sendung „Panorama“ einen Bericht über eine angebliche Spaghetti-Ernte in der Schweiz, bei der Nudeln von Bäumen gepflückt wurden. Viele Zuschauer nahmen das ernst. Auch deutsche Zeitungen, Radiosender und Unternehmen veröffentlichen jedes Jahr am 1. April erfundene Meldungen – lies Nachrichten an diesem Tag also mit einem Augenzwinkern.
Harmlose Ideen für deinen Aprilscherz
- Klebe ein Stück Klebeband unter die optische Computermaus eines Kollegen – die Maus „streikt“, bis jemand nachsieht.
- Serviere zum Frühstück „Spiegeleier“ aus Joghurt mit einer halben Pfirsichhälfte.
- Fülle eine leere Keksdose mit Gemüsesticks.
- Stelle die Uhr in der Küche eine Stunde vor und warte, wer es zuerst merkt.
- Lege einen Plastikkäfer gut sichtbar auf den Schreibtisch.
Die wichtigste Regel: Ein guter Aprilscherz lässt sich schnell auflösen, und am Ende lachen alle – auch die Person, die hereingefallen ist. Finger weg von Scherzen, die Angst machen, Geld kosten, Dinge beschädigen oder jemanden bloßstellen. Falsche Notrufe oder Fake-Meldungen über Unglücke sind kein Spaß und können strafbar sein.
Wer seinen Streich gut plant, kann den Countdown-Link heimlich mit Mitverschwörern teilen.
Weitere besondere Tage im Frühjahr
- Pi-Tag am 14. März
- Frühlingsanfang um den 20. März
- Weltglückstag am 20. März
- Tag der Erde am 22. April