Der Welt-Emoji-Tag wird jedes Jahr am 17. Juli gefeiert, das nächste Mal am Samstag, 17. Juli 2027. Kaum ein Aktionstag passt so gut zu unserem Alltag: Fast jede Nachricht, die du verschickst, enthält ein lachendes Gesicht, ein Herz oder einen Daumen nach oben. Der Tag lädt dazu ein, einmal genauer hinzuschauen, woher die kleinen Bilder kommen und wer entscheidet, welche neuen dazukommen.
Warum ausgerechnet der 17. Juli?
Ins Leben gerufen hat den Tag 2014 Jeremy Burge, der Gründer der Emoji-Enzyklopädie Emojipedia. Das Datum hat er sich von einem Emoji selbst abgeschaut: Das Kalender-Symbol auf Apple-Geräten zeigte lange den 17. Juli. Dieses Datum wiederum erinnert an die Vorstellung von Apples Kalenderprogramm iCal im Juli 2002. Inzwischen zeigen viele Plattformen auf ihrem Kalender-Emoji tatsächlich den 17. Juli, der Tag hat also auf das Symbol zurückgewirkt.
Kleine Geschichte der Emojis
Das Wort stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus e für Bild und moji für Schriftzeichen zusammen, mit dem englischen Wort „emotion“ hat es also nichts zu tun. Als Meilenstein gilt ein Satz von 176 Symbolen, den der Designer Shigetaka Kurita Ende der 1990er-Jahre für den japanischen Mobilfunkanbieter NTT Docomo entwarf. Das New Yorker Museum of Modern Art hat diesen Satz später in seine Sammlung aufgenommen. Weltweit durchgesetzt haben sich Emojis, nachdem sie in den Unicode-Standard aufgenommen wurden und Smartphones sie ab Werk anzeigten.
Wer entscheidet über neue Emojis?
Zuständig ist das Unicode-Konsortium, eine gemeinnützige Organisation. Jeder kann einen Vorschlag einreichen, muss aber gut begründen, warum ein Symbol gebraucht wird und häufig genutzt werden dürfte. Wie ein Emoji am Ende aussieht, gestaltet jeder Hersteller selbst, deshalb wirkt dasselbe Gesicht auf Android und iPhone manchmal ganz unterschiedlich.
Wie stark Emojis in die Sprache eingedrungen sind, zeigte sich 2015: Damals kürte das britische Wörterbuch Oxford Dictionaries erstmals ein Bildzeichen zum Wort des Jahres, das Gesicht mit Freudentränen. Inzwischen umfasst der Standard mehrere tausend Emojis, inklusive verschiedener Hautfarben, Berufe, Flaggen und Familienkonstellationen.
So kannst du mitmachen
- Emoji-Rätsel: Erzähle einen Filmtitel, ein Lied oder ein Sprichwort nur mit Emojis und lass die Familiengruppe raten.
- Statistik prüfen: Viele Tastatur-Apps zeigen deine zuletzt genutzten Emojis an. Welches steht bei dir ganz vorne?
- Bedeutungen klären: Manche Symbole werden je nach Land oder Altersgruppe ganz anders verstanden. Ein kurzer Blick in ein Emoji-Lexikon verhindert Missverständnisse.
- Im Unterricht: Emojis eignen sich gut, um über Bildsprache, Schriftsysteme und digitale Kommunikation zu sprechen.
- Eigenes Emoji entwerfen: Zeichne ein Symbol, das dir bisher fehlt, und überlege, wie du es dem Unicode-Konsortium erklären würdest.
Weitere digitale Aktionstage
Wer gern online unterwegs ist, kann sich den Tag des Programmierers am 256. Tag des Jahres merken oder den Safer Internet Day im Februar. Für den 17. Juli selbst kannst du hier einen Countdown teilen oder als Widget auf deiner Website einbinden, passend etwa für einen Blog oder ein Social-Media-Team, das schon vorab Inhalte plant.