Der Nikolaustag ist jedes Jahr am 6. Dezember – der nächste fällt auf den Sonntag, 6. Dezember 2026. Für viele Kinder ist er der erste große Höhepunkt der Adventszeit: Am Abend vorher werden die Stiefel geputzt und vor die Tür gestellt, in der Hoffnung, dass der Nikolaus sie über Nacht mit Nüssen, Mandarinen und Schokolade füllt. Der Countdown oben zählt die Tage bis dahin.
Warum gerade der 6. Dezember?
Das Datum geht auf den überlieferten Todestag des heiligen Nikolaus zurück. Er lebte im 4. Jahrhundert und war Bischof von Myra, einer Stadt im Süden der heutigen Türkei. Die Kirche erinnert an Heilige meist an ihrem Todestag, und so wurde der 6. Dezember zu seinem Gedenktag. Weil das Datum fest ist, wandert der Nikolaustag durch die Woche – mal fällt er auf einen Werktag, mal auf das Wochenende.
Wer war der heilige Nikolaus?
Über das Leben des historischen Nikolaus ist wenig gesichert, umso mehr Legenden ranken sich um ihn. Die bekannteste erzählt, wie er drei armen Mädchen heimlich Gold schenkte, damit sie heiraten konnten. Daraus entstand das Bild des großzügigen Gabenbringers, der im Verborgenen beschenkt. Nikolaus gilt unter anderem als Schutzpatron der Kinder, der Seeleute und der Kaufleute und wird in katholischen wie orthodoxen Kirchen verehrt. In Deutschland tragen zahlreiche Kirchen seinen Namen, und Nikolaus gehört bis heute zu den bekanntesten Heiligen überhaupt.
Bräuche in Deutschland
Ein gesetzlicher Feiertag ist der 6. Dezember nicht, Schulen und Geschäfte haben normal geöffnet. Trotzdem gehört der Nikolaustag fest zum Familienkalender. Typisch sind:
- Stiefel vor die Tür: In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember füllt der Nikolaus geputzte Stiefel oder Schuhe mit kleinen Gaben.
- Nikolausbesuch: In Kindergärten, Vereinen oder zu Hause kommt der Nikolaus mit Bischofsmütze, Stab und goldenem Buch, in dem er Lob und kleine Ermahnungen notiert hat.
- Knecht Ruprecht: Vor allem in Nord- und Mitteldeutschland begleitet ihn diese dunkle Gestalt; im Alpenraum ist es der Krampus.
- Gedichte und Lieder: Kinder tragen ein Gedicht vor oder singen „Lasst uns froh und munter sein“.
Nicht verwechseln: Der Weihnachtsmann, der an Heiligabend die Geschenke bringt, ist eine spätere Figur, die sich unter anderem aus der Nikolaus-Tradition entwickelt hat.
Ideen für den Nikolausstiefel
- Klassisch: Walnüsse, Mandarinen, Lebkuchen und ein Schokoladen-Nikolaus.
- Kleine Bücher, Malstifte oder ein Kartenspiel statt nur Süßigkeiten.
- Ein selbst geschriebener Gutschein für einen gemeinsamen Ausflug auf den Weihnachtsmarkt.
- Für Erwachsene: gute Schokolade, Tee oder eine handgeschriebene Karte für Kollegen.
Der Countdown eignet sich gut, um Kindern die Wartezeit sichtbar zu machen – im Vollbildmodus auf dem Tablet oder als geteilter Link für Großeltern, die mitfiebern wollen.
Weitere Termine im Advent
- 1. Advent – der vierte Sonntag vor Weihnachten
- Barbaratag am 4. Dezember, an dem Kirschzweige geschnitten werden
- Luciatag am 13. Dezember
- Heiligabend am 24. Dezember